Wir haben Bitcoin-Adoption nicht erklärt, sondern beobachtet, während sie passierte – erst in einzelnen Tiefeninterviews, ab 2021 gemeinsam mit der Bitcoin-Community in offenen Gesprächen und einem dokumentierten Forschungsprojekt. Hier ist die Spur, die zur Studie führte.
Lange bevor daraus ein öffentliches Projekt wird, entstehen die ersten Tiefeninterviews zur Bitcoin-Adoption – der Beginn einer Datenbasis, die über drei Erhebungswellen bis 2026 wächst.
Ab 2021 wird aus der stillen Recherche ein offenes Community-Projekt: Nils Rauschert und Peter Rochel sind für den Verein Einundzwanzig auf Kölns Straßen unterwegs und fragen ganz unterschiedliche Menschen, was sie über Geld und Bitcoin denken. Der Ausgangspunkt: Wie nimmt man Innovation wahr, während sie geschieht?
Alexander Moths und Peter Rochel ordnen die Straßenumfragen in einen Forschungsrahmen ein. Die zentrale Frage wird früh sichtbar: Wie findet man Zugang zu einem Markt des Nicht-Konsums – also zu Menschen, die das Produkt noch gar nicht auf dem Schirm haben?
Aus der Beobachtung wird ein offenes Forschungsprojekt: Kickoff und Start der Research-Phase einer Jobs-to-be-Done-Studie zu Bitcoin. Hier beginnt die systematische Interview-Arbeit, die fünf Jahre später die Datenbasis trägt.
Schon hier zeichnet sich ab, was 2026 die Steuerdebatte bestimmt: Es sind die Kleinsparer, die ihrer Bank den Rücken kehren, weil sie dort keine Lösung mehr finden. Vier Jahre vor der öffentlichen Diskussion stand dieses Muster in den Interviews.
Was 2019 leise begann und ab 2021 zu einem offenen Community-Projekt wurde, ist heute eine belegte Längsschnitt-Studie mit 35 Tiefeninterviews. Der rote Faden über alle sieben Jahre: Niemand kauft Bitcoin, weil er Bitcoin verstehen will – alle fliehen aus einem System, das in ihrem Leben gerade versagt hat. Dasselbe Muster erkennen wir heute bei der KI-Adoption.