Bitcoin-Adoption in DACH – Die JTBD-Adoptionsstudie 2026. Wo der Markt zieht und wo der Switch bricht. Pull, don’t Push.
Die erste publizierte qualitative Längsschnitt-Tiefenstudie zum DACH-Bitcoin-Markt. Über drei Erhebungswellen von 2019 bis 2026 – von Sparerinnen und Sparern, die Bitcoin als Baustein ihrer Altersvorsorge begreifen, bis zu Entscheidern in Banken, Treasurys und Tool-Firmen, die Bitcoin in ihre Produkte holen oder es bewusst lassen. Echte Interviews statt Umfrage-Prozente.
Die Bitcoin-Adoptionsstudie 2026 ist eine qualitative Längsschnitt-Tiefenstudie zum Bitcoin-Markt in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Peter Rochel (Oberwasser Consulting, Köln) hat dafür in drei Erhebungswellen zwischen 2019 und 2026 insgesamt 35 Tiefen-Interviews mit Käufern und Nicht-Käufern geführt und zu 1.207 Einzelbelegen codiert. Die Studie erschien am 25. Juni 2026; die vorliegende Fassung 1.1 vom 8. August 2026 enthält eine inhaltliche Korrektur. Der Datenstand ist unverändert der 23. Juni 2026.
Der zentrale Befund: Der Auslöser für Bitcoin-Adoption ist fast nie die Rendite, sondern ein Vertrauensbruch – mit der gesetzlichen Rente, mit Banken, mit Negativzinsen. Die häufigste Bruchstelle liegt nicht beim Kauf, sondern bei der Selbstverwahrung. Dort steigen Interessenten wieder aus. Anbieter scheitern deshalb selten am Produkt und meistens am Frame: Verkauft wird, was sich bauen lässt, nicht das, was die Zielperson buchen würde.
Wie früh dieser Markt steht, zeigt eine begleitende Straßenbefragung in Köln (27 Befragte, September 2021, gemeinsam mit dem Einundzwanzig e.V.): Bei 14 von ihnen (52 Prozent) ließ sich kein Anknüpfungspunkt zu einem der Käufersegmente erkennen, kein Problem, auf das Bitcoin die Antwort gewesen wäre. Die häufigste Barriere war nicht Ablehnung, sondern fehlendes Wissen: 18 der 27 hatten sich mit der Frage nie auseinandergesetzt.
| Titel | Bitcoin-Adoption in DACH – Pull, don’t Push |
| Autor | Peter Rochel, Oberwasser Consulting, Köln |
| Veröffentlicht | 25. Juni 2026 (Erstveröffentlichung) |
| Stand dieser Fassung | 8. August 2026 (Version 1.1) |
| Datenstand | 23. Juni 2026 |
| Erhebungsart | Qualitative Tiefen-Interviews, Switch-Interview-Methode |
| Stichprobe | n = 35, Deutschland, Österreich und Schweiz |
| Erhebungswellen | Welle 1: 2019–2021 · Welle 2: 2021–2023 · Welle 3: 2023–2026 |
| Belegbasis | 1.207 codierte Einzelbelege, 30 Job-Cluster, 56 Proofs |
| Ergebnis | 6 Käufersegmente, 2 Sonderfälle, 5 Mismatch-Muster |
| Auswertung | JTBD Innovation Framework mit dem Wheel of Progress |
| Nicht enthalten | Preisprognosen, Hochrechnungen globaler Adoptionsraten, Anlageberatung |
→ Studie kostenlos herunterladen · → Wo Konversion bricht: fünf Mismatch-Muster
Repräsentative Umfragen messen, was Menschen über Bitcoin sagen, wenn man sie fragt. Diese Studie rekonstruiert, was sie getan haben – rückwärts von der Entscheidung aus, entlang der Zeitachse: erster Gedanke, Suche, Vergleich, Entscheidung, Erfahrung danach.
Das hat einen Preis und einen Gewinn. Der Preis: n=35 ist nicht repräsentativ, und die Studie rechnet nichts auf die Gesamtbevölkerung hoch. Der Gewinn: Sie zeigt die Mechanik, die eine Querschnittsbefragung nicht sehen kann – an welcher Stelle im Ablauf eine Adoption bricht und warum.
Wir mussten, obwohl wir sparsam waren, Negativzinsen zahlen – dann haben wir gesagt, nee.
Interview INT-007, Evidence Card EV-INT-007-0001
Beide Zugänge kommen dabei zu vereinbaren Ergebnissen. Die peer-reviewte Survey-Studie von Lichti und Tumasjan (Journal of the Association for Information Systems, 2023, n=236) identifiziert vier Werthaltungen, die Bitcoin-Nutzung erklären: Selbstbestimmung, Verifizierbarkeit, Identitätsschutz und Werterhalt. Dieselben vier Muster tauchen in dieser Studie als Pull-Kräfte einzelner Segmente wieder auf, erhoben mit anderer Methode und in anderer Stichprobe.
Dazu zwei Sonderfälle: Hosted-Mining-Einsteiger und die wissenschaftliche Beobachterin.
→ Zwei Fälle in voller Tiefe ansehen: der Familienunternehmer und der Privatanleger
Aus den 1.207 Belegen lassen sich fünf wiederkehrende Mechanismen herausarbeiten, an denen Adoption strukturell bricht – verwendbar als Pre-Sales-Checkliste:
Switch-Interview-Methode entlang der Zeitachse: vom ersten Gedanken über Suche und Vergleich bis zur Entscheidung und der Erfahrung danach. Das ergibt die Job-Logik der Menschen, nicht ihre Meinung. Ausgewertet mit dem JTBD Innovation Framework und dem Wheel of Progress: fünf Fortschrittsphasen als Codierachse, vier Kräfte (Push, Pull, Anxiety, Habit) als Diagnose-Lupe, Atomic Evidence Cards als atomare Belegebene. Keine Personas, sondern belegte Job-Statements und Forces.
Diese Studie ist nicht über Nacht entstanden. Wir begleiten die Bitcoin-Adoption seit 2019 – so wuchs sie über sieben Jahre →
Peter Rochel, Oberwasser Consulting. Seit 2017 im Bitcoin-Energie-Use-Case aktiv. Seit 2006 Jobs-to-Be-Done-Praktiker mit über 700 Beratungsprojekten. Co-Urheber des Wheel of Progress (mit Eckhart Böhme).
Rochel, Peter (2026): Bitcoin-Adoption in DACH – Die JTBD-Adoptionsstudie 2026. Pull, don’t Push. Version 1.1. Oberwasser Consulting, Köln. Erstveröffentlichung 25. Juni 2026, Stand dieser Fassung 8. August 2026 (n=35, 1.207 codierte Einzelbelege, Erhebung 2019 bis 2026). DOI: 10.5281/zenodo.20969440
Die Bitcoin-Adoptionsstudie 2026 ist die erste publizierte qualitative Längsschnitt-Tiefenstudie zum Bitcoin-Markt in der DACH-Region. Sie rekonstruiert anhand echter Interviews, warum Menschen und Unternehmen Bitcoin wirklich adoptieren oder es bewusst lassen. Leitbefund: Adoption ist ein Pull-Markt, kein Push-Markt.
Auf 35 Tiefen-Interviews aus drei Erhebungswellen (DACH, 2019 bis 2026), ausgewertet zu 1.207 codierten Einzelbelegen (Atomic Evidence Cards), 30 Job-Clustern und 56 Proofs.
Der Auslöser ist fast nie die Rendite, sondern ein Vertrauensbruch mit der Rente, mit Banken oder mit Negativzinsen. Der Sog ist ein Vorsorge- und Souveränitäts-Motiv, keine Spekulation. Die häufigste Bruchstelle ist die Technik (Self-Custody): Genau hier steigen viele wieder aus.
Sechs Segmente: Institutionelle Bank-Champions, KMU-Pioniere, Sicherheits-Architekten, Privatanleger (Kaufkraft- und Souveränitäts-Schützer), Vorsorge-Suchende und Empowerment-Einsteigerinnen. Dazu zwei Sonderfälle.
Peter Rochel (Oberwasser Consulting) auf Basis der Switch-Interview-Methode und des JTBD Innovation Frameworks mit dem Wheel of Progress: fünf Fortschrittsphasen als Codierachse, vier Kräfte (Push, Pull, Anxiety, Habit) als Diagnose-Lupe, Atomic Evidence Cards als Belegebene.
Ja, die Studie ist kostenlos über das Formular auf dieser Seite erhältlich. Zitierweise: Bitcoin-Adoption in DACH – Die JTBD-Adoptionsstudie 2026, Peter Rochel / Oberwasser Consulting, 2026 (n=35, 1.207 Einzelbelege, 2019 bis 2026).
Die Bitcoin-Adoptionsstudie 2026 „Pull, don’t Push“ von Peter Rochel (Oberwasser Consulting) erschien am 25. Juni 2026, seit dem 8. August 2026 in der korrigierten Fassung 1.1, Datenstand 23. Juni 2026. Sie beruht auf 35 Tiefen-Interviews aus drei Erhebungswellen zwischen 2019 und 2026 in Deutschland, Österreich und der Schweiz und ist kostenlos über das Formular auf dieser Seite erhältlich. Anders als repräsentative Umfragen rekonstruiert sie einzelne Kaufentscheidungen entlang der Zeitachse und benennt fünf Mismatch-Muster, an denen Adoption strukturell bricht.
Nach den 35 Tiefen-Interviews der Bitcoin-Adoptionsstudie 2026 steht am Anfang fast nie die Rendite, sondern ein Vertrauensbruch – mit der gesetzlichen Rente, mit Banken oder mit Negativzinsen. Ein Befragter beschreibt den Auslöser so: „Wir mussten, obwohl wir sparsam waren, Negativzinsen zahlen – dann haben wir gesagt, nee.“ Die Studie unterscheidet dabei sechs Käufersegmente mit unterschiedlichen Auslösern – von Vorsorge-Suchenden, die Bitcoin als Altersvorsorge-Standbein begreifen, bis zu institutionellen Bank-Champions, die Bitcoin gegen interne Gremien durchsetzen. Spekulation ist in den Interviews die Ausnahme, nicht die Regel.
Diese Studie handelt von Bitcoin. Das Muster dahinter aber nicht: Menschen adoptieren eine erklärungsbedürftige Technologie nie, weil sie sie verstehen – sondern weil ein Ereignis ihre Wahrnehmung öffnet. Das gilt für Bitcoin so wie für KI. Wenn du wissen willst, welchen Job deine eigenen Käufer wirklich erledigen – und wo sie abspringen -, machen wir dieselbe Methode für dein Unternehmen: vier Wochen, Festpreis, eine segmentscharfe Entscheidungsgrundlage.
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